Sehr oft hört man, dass Haarausfall durch Haare färben verursacht wird. Allerdings ist das so nicht ganz richtig. Natürlich kann das Haar brüchig sein oder splissige Spitzen haben, glanzlos wirken oder einfach schlaff und schwunglos herabhängen. Allerdings hat das äußere Erscheinungsbild nichts damit zu tun, wie gesund die Haarwurzeln sind bzw. wie stark sie in der Kopfhaut verankert sind und ob die Wachstumsprozesse gestört sind oder nicht. Relevant für das Haarwachstum sind in erster Linie natürlich die Haarwurzel, der Haarboden und die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen.
Insofern man bzw. Frau sich die Haare sachgemäß färbt, kann die Färbeprozedur das Haarwachstum bzw. den Haarausfall nicht negativ beeinflussen. Hat der gefürchtete Haarausfall Frau leider doch heimgesucht, so kann dies daran liegen, dass sie die Haare nicht auf die richtige und für sie gesunde Weise gefärbt hat. Normalerweise darf die Kopfhaut mit der entsprechenden Farbe gar nicht oder, wenn es sich nicht vermeiden lässt, nur so wenig wie möglich in Kontakt kommen. Wird dies missachtet – ob aus Unwissenheit oder aus Versehen – so kann Haarausfall durch Haare färben durchaus vorkommen, denn dieser Kontakt der Haarfarbe mit der Kopfhaut kann das Kopfhautmilieu leider negativ beeinflussen.
Übrigens ist es normal, täglich bis zu 100 Haare zu verlieren, ohne von einem Krankheitsbild oder einer überreizten Kopfhaut zu sprechen. Regelmäßig erneuert sich unser Kopfhaar auf ganz natürliche Weise, indem ein altes Haar sich lockert, dann ausfällt und ein neues Haar nachwächst. Hat der Haarausfall Frau also doch nicht heimgesucht, so hat sie alles vollkommen richtig gemacht.
geschrieben von neongruen am 03.05.2011 - 21:12:03 - letzte Bearbeitung am 15.05.2011 - 16:55:42